Auch im Jahre 2014, mehr als 200 Jahre nach dem Zeitalter der Aufklärung, spielt Religion und der Glaube an eine göttliche Macht noch immer eine entscheidende Rolle, nicht nur für das Individuum, sondern auch in politischen und globalen Zusammenhängen. Die Vorstellung, Religion wäre in der Gegenwart reine Privatangelegenheit und für die Allgemeinheit nicht relevant, trifft nur für eine Minderheit der Länder auf der Erde zu.

Weiterlesen: Zusammenhang zwischen Bildung und Gottglaube

Die Leistung unserer Computer, Laptops und Smartphones wächst jedes Jahr an. Während dies noch vor einigen Jahren die Computerbenutzung spürbar angenehmer und schneller gemacht hat, sind die absoluten Geschwindigkeiten inzwischen so groß, dass die meisten Personen sie gar nicht mehr voll ausnutzen können. Im Internet surfen, dabei Musik hören und nebenbei die Steuersoftware laufen lassen sind inzwischen dank Mehrkernprozessoren Alltag. Wer nicht gerade anspruchsvolle Computerspiele oder Videobearbeitung laufen hat, wird seinen Computer kaum völlig auslasten können. Die überschüssige Rechenleistung bleibt ungenutzt und ist verschwendete Energie. Zwar sind die Prozessoren auch sparsamer geworden und können sich je nach Anspruch verschieden Takten, doch wieso die freie Leistung nicht für sinnvolle Zwecke nutzen?

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Dieser kurze Artikel beschäftigt sich mit einem Problem der Statistik, das durchaus alltagsnah Anwendung findet. Der Ursprung des Problems ist vertraut: man trifft sich mit Freunden auf ein Mittagessen oder ein Getränk, doch alle Anwesenden können die Hände nicht von den geliebten Smartphones lassen. Um diesem Stimmungskiller vorzubeugen, werden zu Beginn des Treffens alle Smartphones eingesammelt und in einem Beutel verstaut. Am Ende erhalten alle Personen ihr Handy zurück. Allerdings werden sie dabei zufällig gezogen und auf die Anwesenden verteilt, sodass die Chance groß ist, dass jemand nicht sein eigenes Handy zurück erhält. Bei einem Treffen mit n Personen: wie viele werden am Ende ihr eigenes Handy wieder in Händen halten?

Weiterlesen: Angewandte Statistik: das Smartphoneproblem

Dass Hochmut vor dem Fall kommt, wird in der Geschichte der Menschheit regelmäßig neu bestätigt. Nicht allzu lange ist es her, als sich die Menschheit im Kampf gegen Tod und Krankheit siegesgewiss fühlte und man durch Antibiotika und andere medizinische Errungenschaften Infektionskrankheiten fest im Griff zu haben glaubte. Mit dem Erscheinen von AIDS Anfang der 1980er Jahre ist diese Hoffnung wohl endgültig verschwunden.

Weiterlesen: Journalismus im Angesicht der Apokalypse

Spätestens seit den Enthüllungen durch Edward Snowden ist nicht nur offenbart, dass eine globale und allumfassende Überwachung sämtlicher Informationskanäle durch die USA erfolgt, sondern auch, dass die Bundesrepublik Deutschland an dieser Überwachung erheblich mitarbeitet. Als zentral gelegenes Hochtechnologieland ist Deutschland ein Knotenpunkt der digitalen Infrastruktur, sodass eine Überwachung dieser Kanäle umso lohnenswerter ist. Wo liegen die Anfänge dieser Praktiken, wie wurden sie politisch reglementiert und gerechtfertigt? Diese und weitere Fragen hat der Freiburger Historiker Josef Foschepoth in den letzten Jahren an neuem Quellenmaterial untersucht. Seine Ergebnisse hat er 2012 in einer fast 400 Seiten starken Publikation veröffentlicht, die zum Verständnis der aktuellen Zustände ein herausragendes Dokument darstellt.

Weiterlesen: [Rezension] Josef Foschepoth: Überwachtes Deutschland